Stefan Fricke präsentiert einen bislang kaum rezipierten Essay des Musikkritikers und -publizisten, der vier Jahre nach dessen wegweisender Schrift „Neue Musik“ von 1919 erschienen ist und mit dieser keineswegs identisch ist. In dem späteren, kürzeren Beitrag wird deutlich, dass bereits vor über 100 Jahren starke Abgrenzungstendenzen Teil des Diskurses waren.
Am 19. Februar 2026 feiert der ungarische Komponist György Kurtág seinen hundertsten Geburtstag. Aus diesem Anlass beschäftigt sich Raik Weidemann mit seiner Werkreihe „Jelek, játékok és üzenetek“ und wirft einen genaueren Blick auf seine „Hommage à J. S. B.“.
In dieser Ausgabe präsentieren wir ein bisher unveröffentlichtes Interview von Rainer Nonnenmann mit György Kurtág aus dem Jahr 2010, in dem die beiden über Kurtágs Musik, seine Heimat(en), sein Verhältnis zu elektronischer Musik und über Leidenschaft sprechen.
In diesem sehr persönlichen Text aus MusikTexte 72 (November 1997) gibt György Kurtág Einblick in sein Studentenleben. Dabei schildert er nicht nur seine Bewunderung für Bartók, sondern erzählt von der engen Beziehung zu György Ligeti, die nicht zuletzt auch durch Mozart-Opern vertieft wurde.
Angela Nova, der Würgeengel, verkündet das Manifest der Oper der Zukunft
von Nico Sauer
In 23 Absätzen widmet sich der Komponist dem, was die „Oper der Zukunft“ ist und was sie sein wird, auch wie sie liebt, was sie verkauft, wie es ihr geht, was sie weiß – und: welche Normen sie erfüllen wird.
Duhyoung Kim nutzt in seiner Klangkunst Brettspiele als Kompositionsmittel. Zudem lädt er dazu ein, selbst Kompositionen zu erschaffen und sich darüber akustisch und verbal auszutauschen.
Vor zwei Jahren wurde die Technokultur Berlins offiziell ins Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Filip Bayer-Čech hat das CTM Festival besucht und berichtet von Noise als kultureller Praxis sowie einem harten Diskurs über einen abgeschafften Studiengang an der UdK Berlin.
In seinem Bericht schreibt Rainer Nonnenmann über ein Kleinod der deutschen Festivallandschaft, bei dem starker Publikumsrückhalt auf neue Musik trifft, die sich fern kuratorischer Zwänge entfalten kann.
FORUM neuer Autor:innen @ ECLAT 2026
Vom 4. bis 6. Februar fanden sich sieben Musikbegeisterte in Stuttgart zu den ersten drei Tagen des ECLAT Festivals ein, um gemeinsam mit Rainer Nonnenmann, Susanne Benda und Hanna Fink das Schreiben und Sprechen über Neue Musik zu üben. Im Zuge zahlreicher Interviews und Konzertbesuche entstanden viele Texte, die wir in dieser Ausgabe veröffentlichen: Jiaying He schreibt über Hans Thomallas „Nachtmusik“, Lenny Sienczak über die Wiederaufführung von Francesca Verunellis „Songs & Voices“ und sowohl Da Eun Jun als auch Moonsun Shin und Teresa Grebchenko reflektieren „Future Forest“ von Kirsten Reese mit dem Ensemble Recherche. Roberto Beseler Maxwell fühlt den Zwischentönen des Festivals auf den Zahn und Teresa Grebchenko hat nicht nur ein unterhaltsames Interview mit LUX:NM geführt, sondern fragt auch nach der Mündigkeit des Festivalpublikums.
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